Ungewöhnlicher Trend unter Frauen: Die Lolita Szene
05.06.10 von admin
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Wer bei Lolita nur an den gleichnamigen Roman von Vladimir Nabokov denkt, der 1955 erschien und es schon damals verstand die Öffentlichkeit aufzuregen, liegt nur zum Teil richtig.
Wer dabei erstaunlicherweise an mp3 und Mangas denken sollte, ist auf dem richtigen Weg.
Der Trend kommt, wie so vieles, wonach sich der Trend heute orientiert, aus Japan.
Junge Damen kleiden sich in einem püppchenartigen Stil, wie er bereits vor der letzten Jahrhundertwende unter höheren Töchtern üblich war.
Verspielte Rüschen, Petticoats, Reifröcke sind ebenso zu finden, wie Puffärmel , die man aus viktorianischen Zeiten, ebenso, vom Rokoko, und auch dem Barock kennt.
Von überzeugten Emanzen als Rückschritt in die Abhängigkeit verdammt, sehen sich die Anhängerinnen dieses Trends als Ausdruck ihrer freien Entfaltung gegen bestehende
Modediktate.
Weit von sich weisen sie auch die sexuellen Signale, die sie nicht nur für eindeutig pädophil Veranlagte aussenden.
Bereits 2005 in Japan als Nebenarm des Mangahypes entstanden, ist diese Form des Lebensstils bei uns seit 2007 etabliert.
Eigentlich ein Stil, der Jugend- und Teenager-Look darstellt, findet man bei den einschlägigen Szenetreffen meist etwas mehr der Twen-Generation zugehörige Protagonisten.
Eine Tatsache, die durch den hohen finanziellen Aufwand diktiert wird.
Zwar finden sich in den einschlägigen Foren auch Schnittmuster und Anleitungen zum Selbstschneidern des notwendigen Outfits, jedoch verfügt eben nicht jeder über die Fähigkeiten die aufwändigen Stücke selbst zu schneidern.
Die entsprechende Community ( http://dunkelsuess.de ) hat bereits nahezu 1000 Mitglieder und bietet neben Bildern aus der Szene und den erwähnten Schnittmustern, Jede Menge Tipps und Tricks, sowie Wettbewerbe für die begeisterten Anhänger.

