24.07.2014

Gesund, aber leidend – wenn Nicht-Kranke therapiert werden müssen – die Hypochondrie

09.11.2011 von  
In den Kategorien Gesundheit, Medizin

Arzt Gesundheit Grippe

© canonier - piqs.de

Hypochondrie

Der Begriff bezeichnet die unbegründete Angst davor, ernsthaft krank zu sein.

Sind die Lymphknoten angeschwollen?
War mein Muttermal nicht sonst immer kleiner?
Hat mein anhaltender Husten vielleicht doch etwas mit Lungenkrebs zu tun?
Bin ich womöglich aufgrund meiner ständigen Kopfschmerzen an einem Gehirntumor erkrankt?

Fragen, wie diese können einen quälen, auch wenn sie völlig unbegründet sind.

Hypochonder leiden zwar nicht an der zu befürchteten Krankheit, die Angst jedoch, diese evtl. zu haben bzw. zu bekommen kann jedoch einen krankhaften Ausmaß annehmen.

Warum geht man immer nur vom Schlimmsten aus?

Woher kommt das Bedürfnis nach Kontrolle bzw. die Angst diese zu verlieren?


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 Das berühmte Theaterstück „Der eingebildete Kranke“ von Moliere handelte bereits von dem Hypochonder Argon, der sich nur einbildet, krank zu sein und sich von vielen Ärzten untersuchen lässt, die ihm als Einzigen seine eingebildete Krankheit abnehmen und ihn in dieser unterstützen.

Und außerhalb der Bühne läuft dies folglich genauso ab:

Die übertriebene Selbstbeobachtung führt zu häufigen Arztbesuchen, die sich im allgemeinen als „ohne Befund“ bewähren.
Und trotz allem sucht der Betroffene beharrlich und sorgenvoll nach Krankheitszeichen, die seinen Verdacht beweisen sollen.
Die (fehlenden) Untersuchungsergebnisse ändern beim Hypochonder nichts an der Befürchtung, ernsthaft krank sein und lassen den Betroffenen im Glauben, der Arzt habe irgend etwas übersehen oder nicht kompetent genug, worin sich der häufige Arztwechsel eines Hypochonders erklären lässt.

In unserer Gesellschaft wird der Begriff „Hypochonder“ im Allgemeinen belächelt und „einfach so daher gesagt“.

Abfällig und als Simulant werden Betroffene angesehen.

Doch die Nicht-Krankheit bzw. somatoforme Störung ist ein ernstzunehmendes Thema, welches nicht nur den Betroffenen, sondern auch sein Umfeld stark belasten kann.

In der Regel ist nur eine Therapie, die verhilft, dem Nicht-Kranken die Angst vor einer Krankheit zu nehmen, letzte Lösung.

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